Gotefridus Dapifer





 


Ich bin Gottfried, der Truchseß des Grafen Gebhard von Sulczpach. Geboren wurde ich 1147, während der Gemahl meiner Mutter, Friedrich, auf dem Kreuzzug war, von dem er nach Gottes Willen nicht mehr zurückkehren sollte. Ich wurde am Hofe zu Sulczpach erzogen, wo ich zuerst als Page diente und 1159 als Knappe in den Dienst des Herrn Gelphrad de Krûsin trat. 1166 entließ er mich aus seinem Dienst, damit ich in die Ministerialität des Grafen eintreten konnte. Fortan versah ich als Erbe Friedrichs das Amt des Truchseß an der gräflichen Tafel. 

 

Die Herren von Holnstein

Als Truchsess der Grafen von Sulzbach erscheint erstmals in einer Traditionsnotiz des Klosters Reichenbach am Regen von ca. 1170 Gotefridus dapifer comitis. Bis ca. 1183 ist er im Gefolge der Grafen von Sulzbach nachweisbar.
Nach dem Aussterben der Grafen von Sulzbach 1188 und dem Übergang ihres Besitzes an die Grafen von Hirschberg erscheint 1253 ein Friderici dapiferi nostri de Sulzbach. Eine agnatische Verwandschaft zu dem Gotefridus dapifer des zwölften Jahrhunderts ist nicht anzunehmen, da die Truchsessen von Sulzbach und, wie sie sich später nannten, von Holnstein bis zu ihrem Aussterben ausschließlich die Leitnamen Friedrich, Konrad und Heinrich vergeben. Um die Jahrhundertwende zum vierzehnten Jahrhundert erscheinen Konrad I. und Heinrich I. Truchsessen von Sulzbach. Während sich im Besitz Konrads die Burg Lichtenegg nachweisen lässt, erscheint Heinrich mehrfach als Truchsess von Ammerthal und nimmt als Truchsess von Hirschau an der Schlacht von Gammelsdorf 1313 teil. Die Truchsessen von Holnstein lassen sich während des vierzehnten Jahrhunderts in vielen Ämtern nachweisen, so ist Konrad II. Vitztum in Amberg, Heinrich III. gar Hofmeister des Kaisers Ludwig des Bayern. Heinrich II. Dapifer ist als Pfarrer von Sulzbach belegt. Konrad der III. ist 1385 Landrichter in Sulzbach und Pfleger und Kastner in Flossenbürg. Als letzter seines Stammes kommt Konrad V. Truchseß von Holnstein als Raubritter 1418 in die Reichsacht und wird 1431 in Nürnberg hingerichtet.
Das Wappen der Truchsessen von Holnstein zeigt einen von silber und schwarz geteilten Schild, in silber ein wachsender, roter Adler




 

 
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